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Weben mit der schiffchenschieberin

Im Interview hat mir Bianca alias die schiffchenschieberin verraten, wie sie zum Weben gekommen ist, was sich hinter dem neuen Trend Punch Needle verbirgt und wieso Handarbeiten nicht nur etwas für alte Omas sind. Mehr dazu gibt es wie immer im Interview!

Werbung Bloggerstammtisch ist eine Dauerwerbesendung, da dieser Blog dazu dient, andere Blogs etc. vorzustellen. Derzeit bekomme ich für die Vorstellung keine Gegenleistung. Falls sich das jemals ändern sollte, werde ich dies natürlich besonders kennzeichnen!

Handarbeiten sind wieder voll im Trend!
Auf Pinterest häufen sich die DIYs und sogar ich besitze eine Nähmaschine (zugegeben, sie gehört vielleicht nicht direkt mir, aber sie steht bei uns Zuhause und ist somit im Besitz der Familie). Mit Film und Faden habe ich euch ja vor kurzem auch schon einen super tollen Nähblog vorgestellt. Aber es gibt noch andere Handarbeiten, die genau so viel Aufmerksamkeit verdienen! Eine davon ist das Weben.

Ich glaube, jeder von uns hat seine Erfahrungen damit in der Schule gemacht, aber danach wahrscheinlich nie wieder (so wie ich). Doch es gibt auch einige, die das Weben (wieder) für sich entdeckt haben und auch andere dafür begeistern wollen. Eine davon ist Bianca. Auf ihrem Blog die schiffchenschieberin teilt sie ihre Weberfahrungen und gibt nützliche Tipps, um dir das Weben zu vereinfachen. Ich habe Bianca über Instagram entdeckt (oder sie mich) und durfte sie sogar beim Blogst Barcamp 2019 persönlich kennenlernen. Und wie das bei allen tollen Bloggern ist, die ich kennenlerne, habe ich sie natürlich auch um ein Interview gebeten und das folgt jetzt!

Magst du dich einmal vorstellen?
Ich bin Bianca, 43 Jahre alt und wohne in Brachttal. Außerdem bin ich verheiratet und Mutter eines achtjährigen Sohnes. In meiner Freizeit lese ich gerne, lerne schwedisch, weil ich Skandinavien mag und webe.

Worüber schreibst du auf deinem Blog?
Auf meinem Blog geht es um Weben und Punch Needle. Ich berichte dort vom Entstehungsprozess meiner Stücke, stelle Techniken vor und mache Rezensionen zu Büchern übers Weben oder Punch Needle.

Wie entstand deine Leidenschaft fürs Weben?
Natürlich habe ich auch mal in der Schule gewebt, aber das habe ich damals nie fortgeführt. Vor fünf Jahren ist dann mein Vater gestorben und das hat mich sehr aufgewühlt. Ich war zu dieser Zeit sehr unruhig und habe als Beruhigungstherapie mit dem Häkeln angefangen. Das mit dem Häkeln war keine große Liebe, als ich eigentlich auf der Suche nach neuer Wolle war, konnte mich die Färberin Kim von Kieler Wolle fürs Weben begeistern. Dann habe ich mir meinen ersten Webrahmen gekauft und das war dann die große Liebe!

Warum sollten mehr Menschen weben?
Weben ist unglaublich entspannend. Zudem ist Weben eine der ältesten unveränderten Handarbeiten und man hat am Ende etwas Greifbares, was man anderen zeigen und auf das man stolz sein kann.

Was ist Punch Needle?
Ich würde es als malen mit Wolle bezeichnen. Das Gute daran ist, dass es sich auch für Grobmotoriker eignet, man es schnell lernt und man wenig Hilfsmittel dafür braucht.

Welche Farbe und Motive magst du?
Ich bin ein Kind der 80ziger und deshalb Fan von Neon. Und zurzeit finde ich Blautöne auch sehr schön, besonders die pastelligen. Bei den Motiven bin ich sehr flexibel. Ich probiere viel aus: Schriftzüge, Bilder und auch viel Skandinavisches.

Was war bisher das Schönste, das du erstellt hast?
Vor kurzem habe ich einen Mermaid Scarf gewebt und der ist wirklich schön geworden. Aber das war wohl auch das aufwendigste, was ich je gemacht habe!

Wie viel Geld und Zeit investierst du in dein Hobby?
Täglich webe oder Punch Needle ich 2-3 Stunden. Geld investiere ich leider viel zu viel darein! Im Monat kommen da schon mal 200€ und mehr zusammen. Aber ich gebe gerne mehr Geld aus, wenn die Qualität dafür hochwertig ist. So ein Webrahmen ist auch nicht ganz günstig, aber wenigstens ist Punch Needle ein günstigeres Hobby.

Es gibt ja das Klischee, dass Handarbeiten nur etwas für Ältere sind – Was sagst du dazu?
Vor allem Jüngere bewegen sich viel im Internet und vermissen das Haptische. Genau dieses Bedürfnis stillen Handarbeiten und deshalb ist es ein Hobby für alle Altersgruppen. DIY liegt voll im Trend und durch Social-Media (insbesondere Pinterest) ist die Inspirationsquelle quasi unerschöpflich. Dieses Klischee ist somit veraltet – Handarbeiten sind hip!

Wieso hast du einen Blog zu diesen Themen erstellt?
Mit meinem Blog möchte ich anderen zeigen, was man mit Webrahmen und Co. Alles machen kann. Es gibt wenig deutschsprachige Blogs in diesem Bereich und deshalb fiel es mir am Anfang schwer, an Informationen zum Thema Weben und ähnliches zu kommen, besonders wenn ich ein konkretes Problem hatte. Häufig fand ich meine Antworten dann auf englischsprachigen Blogs. Um anderen diese Sucherei zu ersparen und Weben auch in Deutschland wieder populärer zu machen, habe ich den Blog gegründet.

Was ist für die Zukunft deines Blogs geplant?
Eigentlich soll alles weitergehen, wie bisher. Weil ich beim weben/Punch Needlen gerne Podcasts höre, würde ich meine eigenen Blogartikel gerne in Form eines Blogcasts vertonen. Vielleicht kommt irgendwann dann noch etwas Visuelles dazu. Und so ein Blog ist ganz schön viel Arbeit, deshalb würde ich mich natürlich darüber freuen, wenn meine Arbeit finanziell belohnt werden würde. Aber der Blog ist ein Hobby und deshalb ist das nicht das Wichtigste.

Möchtest du noch etwas loswerden?
Handarbeiten sind toll!
Sie sind entspannend und machen Spaß!
Also lest meinen Blog und macht ganz viel nach!

Vielen Dank für das inspirierende Interview!

Du willst selber zur schiffchenschieberin werden oder die Punch Needle schwingen?
Dann kommst du hier zum Blog.
Mehr Inspiration findest du auch auf Pinterest, Instagram und Facebook.

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