Fashion

Kleidung selber nähen mit Film und Faden

Im Interview haben mir Miriam und Sarah vom Nähblog Film und Faden verraten, wie die beiden zum Nähen gekommen sind, warum sie ihre Klamotten am liebsten selber nähen und was ihr erstes eigenes Schnittmuster so besonders macht. Mehr dazu gibt es jetzt im Interview!

Werbung Bloggerstammtisch ist eine Dauerwerbesendung, da dieser Blog dazu dient, andere Blogs etc. vorzustellen. Derzeit bekomme ich für die Vorstellung keine Gegenleistung. Falls sich das jemals ändern sollte, werde ich dies natürlich besonders kennzeichnen!


Kennst du das, wenn du mit einer genauen Vorstellung von etwas shoppen gehst und bitter enttäuscht wirst, weil es genau dieses Kleidungsstück einfach nirgendswo zu kaufen gibt? Also ich kenne das nur zu gut, besonders wenn grade nicht die Saison dafür ist!
Wer hat sich das mit der „Saison“ eigentlich ausgedacht? Versuch mal einen Strickpulli im April zu kaufen. Das ist den Modehäusern ganz egal, dass die Temperaturen teilweise noch einstellig sind! Vielleicht hat man noch Glück etwas im Sale zu finden, aber blumige Blusen und luftige Hosen regieren zu dieser Zeit bereits die Kaufhäuser. Und wenn du dann doch etwas gefunden hast, das deiner Vorstellung entspricht, gibt es das besagte Modell entweder nicht in deiner Größe oder es sitzt ganz anders, als bei dem Model im Katalog. 


Miriam und Sarah vom Blog Film und Faden haben einen Ausweg aus dieser scheinbar ausweglosen Situation gefunden – Sie nähen sich ihre Klamotten einfach selber. Und bei den beiden sieht das Resultat am Ende auch noch richtig schön aus!
Wie sie das genau machen, kannst du auf ihrem Nähblog Film und Faden nachlesen. Weil ich aber zur Sorte neugierig gehöre, wollte ich mehr über die beiden und ihren Blog wissen und das am liebsten auch noch von ihnen persönlich. Genau das ist dann in einem Interview passiert und das folgt jetzt!

Mögt ihr euch einmal vorstellen?
Wir sind Miriam und Sarah, zwei Schwestern aus Berlin. Miriam ist gelernte Bibliothekarin und nebenberufliche Hochzeitsfotografin. Sarah ist Opernsängerin und aus beruflichen Gründen hat es sie in den hohen Norden nach Kiel verschlagen. Wir teilen die Leidenschaft fürs Nähen und genau darüber schreiben wir auch auf unserem Blog Film und Faden.

Wie genau ist es zu eurem Blog gekommen und worüber schreibt ihr dort?
Miriam hat als erstes das Nähen für sich entdeckt und Sarah schnell mit ihrem Nähfieber angesteckt. Gemeinsam haben wir versucht ein Kleid zu nähen, aber das Schnittmuster war fehlerhaft, sodass wir die ganze Nacht daran saßen und letztendlich verzweifelten. Davor wollten wir andere bewahren und haben deshalb einen Blog für Nähanfänger gegründet. Auf unserem Blog stellen wir seitdem Schnittmuster vor, die wir selber schon ausprobiert und für gut befunden haben und geben Tipps rund ums Thema Kleidung selber nähen. Vor einigen Jahren waren wir mal zufällig bei einer Typberatung und das hat uns in Bezug auf unsere Kleidungsstile die Augen geöffnet. Deshalb haben wir auch eine Artikelreihe über Figurentypen und wie man sie richtig in Szene setzt veröffentlicht und für die Zukunft ist auch noch eine Artikelreihe über Farbtypen geplant.

Wieso heißt euer Blog eigentlich Film und Faden?
Das bezieht sich auf unsere Hobbies. Miriam hat früher in Filmen mitgespielt und fotografiert gerne, deshalb „Film“ und das „Faden“ steht fürs Nähen, Stricken und Häkeln – Sarahs Hobbies. Außerdem hat sich das schön angehört!

Was macht euch am Nähen besonders Spaß und was näht ihr am liebsten?
Miriam gefällt am besten, dass man am Ende ein Produkt hat, das man „verwenden“ und auf das man stolz sein kann. Sie trägt und näht am liebsten Blusen, weil Blusen einfach hochwertig und schick aussehen. Sarah hingegen ist es wichtig, dass sie weiß, woher ein Kleidungsstück kommt und unter welchen Bedingungen es entstanden ist. Zudem ist selber nähen nachhaltiger. Sie näht am liebsten Kleider, weil damit das Outfit schon komplett ist und sie hat sogar ihr eigenes Hochzeitskleid selber genäht.

Wo kauft ihr eure Stoffe und Schnitte?
Wir sind leider werbeanfällig und kaufen Schnittmuster deshalb oft online. Außerdem kommen mittlerweile häufig Hersteller von Schnittmustern auf uns zu und wir nähen die Schnitte dann probe. Stoffe haben wir eine Zeit lang auf dem holländischen Stoffmarkt gekauft, aber mittlerweile geht besonders Sarah gerne in die regionalen Stoffläden, damit sie besser auf Nachhaltigkeit achten kann. Welchen Laden wir sehr empfehlen können, gerade für Anfänger, ist Karstadt. Dort gibt es schöne und auch preiswerte Stoffe.

Ihr habt vor kurzem euer erstes eigenes Schnittmuster veröffentlicht – Wie kam es dazu und wie war die Arbeit daran?
Wie so oft im Leben, kam alles durch einen großen Zufall zustande.
Bei einem Fotoshooting haben wir eine Designerin und ihre Assistentin Annika kennengelernt. Mit Annika haben wir uns auf Anhieb richtig gut verstanden und mit ihrem  Know-How zur Erstellung eines Schnittmusters, kam die Idee zum eigenen Schnittmuster. Wir haben uns dann bei Pinterest inspirieren lassen und uns überlegt, was unser Schnitt können soll. Unsere Wünsche haben wir dann an Annika weitergegeben und die hat das Schnittmuster erstellt. Wir haben es anschließend mehrfach probegenäht, optimiert und eine Nähanleitung dazu geschrieben. Danach durften es unsere Probenäherinnen nähen und mit Hilfe von ihrem Feedback. haben wir das Schnittmuster nochmal überarbeitet. So ist dann unser Kleid Emilie entstanden.

Und wie ist Emilie?
Emilie ist ein Allrounder und schmeichelt jedem Figurtyp.
Es gibt sie sowohl mit einem runden, als auch mit einem V-Ausschnitt und auch bei den Ärmeln sind verschiedene Längen möglich. Emilie hat Keile auf Taillenhöhe, wodurch die Taille betont wird und der A-Linien-Rock umschmeichelt jede Figur. Dadurch, dass sie aus verschiedenen Stoffen genäht werden kann (Jersey und Baumwolle), kann sie schick, aber auch lässig sein.
Also ein wirklicher Allrounder!

Streitet ihr euch auch mal beim gemeinsamen Nähen oder Arbeiten am Blog?
Beim Nähen eher nicht und wenn doch, gibt eine schnell nach, weil die Idee der anderen wirklich besser ist. Die Blog-Arbeiten haben wir uns untereinander aufgeteilt und das klappt auch ganz gut. Den Redaktionsplan erstellen wir gemeinsam. Miriam ist für die Fotos und alles Technische rund um den Blog zuständig und Sarah näht das meiste, schreibt die Artikel dazu und kümmert sich um Kommentare und Social-Media.

Was erwartet eure Leser in Zukunft auf eurem Blog?
Es soll insgesamt mehr informative Beiträge geben. Angefangen hat bereits eine Beitragsreihe zum Thema Farbtypen. Außerdem soll es noch weitere Schnittmuster von uns geben. Wir verfolgen die Idee einer Capsule Wardrobe (minimalistischer Kleiderschrank), die es möglich machen soll, mit 35-40 Kleidungsstücken für alle Gelegenheiten im Alltags gut gekleidet zu sein (einen guten Beitrag von Recklessly Restless dazu, kannst du hier finden). Emilie ist ja schon ein richtiger Allrounder und auch unsere zukünftigen Schnittmuster sollen vielseitig einsetzbar sein, sodass wir uns unsere eigene Capsule Wardrobe nähen können. Und es wird demnächst ein kleiner Online-Kurs zum Thema Reißverschlüsse auf dem Blog geben, weil viele Leser Probleme mit dem Vernähen haben.
Also ist einiges los in nächster Zeit!

Gibt es noch etwas, das ihr loswerden wollt?
Nähen macht Spaß!
Wenn man seine Kleidung selber näht, fühlt man sich darin auch wohler und hat mehr Selbstbewusstsein. Also schaut alle auf unserem Blog vorbei!

Vielen Dank, für das kreative Interview!

Du sprühst vor Ideen und willst deine Kleidung jetzt auch selber nähern?
Dann nehmen dich Sarah und Miriam hier an die Hand.
Du kannst den beiden und ihren Nähprojekten übrigens auch bei Pinterest, Instagram und Facebook folgen!

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