Pam ist hochsensibel
Gesundheit

Leben als Hochsensible(r) – Interview mit Frag Pam!

Im Interview hat mir Pamela vom Blog Frag Pam! erklärt, was Hochsensibilität überhaupt ist, welchen Einfluss dieses Persönlichkeitsmerkmal auf die Gesundheit haben kann und wie sie anderen Hochsensiblen hilft. Mehr zu Pam und dem Thema Hochsensibilität gibt es in diesem Beitrag!

Wir sind nicht unbedingt gesund, nur weil unser Körper funktioniert. Gesundheit ist viel ganzheitlicher und bedingt viele verschiedene Voraussetzungen. Eine davon ist unser Wohlergehen. Nur wenn wir uns in unserem Körper wohlfühlen und mit unserer Lebenssituation glücklich sind, sind wir auch wirklich gesund. Das hat auch Pamela vom Blog Frag Pam! erkannt. Sie ist hochsensibel, wodurch sie viel intensiver auf Störfaktoren reagiert, als „normale“ Menschen. Auf ihrem Blog schreibt sie, worauf sie achtet oder was sie im Leben ändert, um sich endlich wohl zu fühlen und gibt Tipps, damit das jeder von uns schaffen kann. Mehr zu diesem spannenden Thema gibt es jetzt im Interview!

Wer bist du und was machst du?
Ich bin Pamela oder Pam, gebürtige Österreicherin und wohne schon seit über sechs Jahren in Norddeutschland. Ich habe Publizistik studiert, habe eine vielfältige und auch fundierte Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen gesammelt. Natürlich bin ich auch immer wieder im Medienbereich tätig, insbesondere wenn es ums Schreiben geht. Ich war bereits in Österreich selbständig – als Imageberaterin und Trainerin. Nach einer Zeit in Anstellung in meiner neuen Heimat bin ich mich nun wieder mit (remote) Business Services selbständig. In meiner Freizeit bilde ich mich gerne weiter, lese, bin kreativ (malen, fotografieren, Möbel umgestalten, etc.) oder verbringe Zeit in der Natur.

Das ist Pam

Worum geht es auf deinem Blog?
Ich befasse mich auf dem Blog mit den Themen Wohlfühlen und Erfolg in verschiedenen Lebensbereichen. Das Besondere daran ist, dass diese Themen aus der Sicht einer Hochsensiblen betrachtet werden. Mit meinem Blog biete ich außerdem eine Plattform für den Austausch unter Hochsensiblen. Doch mein Blog kann auch für Leute interessant sein, die nicht hochsensibel sind. Schließlich sind 10-20% der Bevölkerung hochsensibel und jeder kennt wahrscheinlich einen davon. Durch meine Erfahrungsberichte können Außenstehende Hochsensible besser verstehen und den Umgang miteinander verbessern.

Was ist an Hochsensiblen anders?
Hochsensible nehmen äußere Einflüsse stärker wahr und reagieren darauf auch anders, als „normalsensible“ Menschen. Das kann alle Sinne betreffen und unterschiedlich intensiv sein. Mich hat zum Beispiel schon die Geräuschkulisse früher im Großraumbüro so stark gestört, dass ich sie als Lärm empfunden habe und dadurch gestresst war. Auch schlechte Gerüche sind für mich ein Greuel, wie etwa Gestank von Zigaretten.

Wie hast du herausgefunden, dass du hochsensibel bist?
Das herauszufinden war früher eher schwierig, da das Thema Hochsensibilität nicht so verbreitet war. Bei mir war das schon als Teenie so, dass ich mehr Schlaf gebraucht habe, als andere und nicht so gerne auf Partys war. Desto älter ich wurde, umso mehr habe ich gemerkt, dass ich auf vieles extremer reagiere, als meine Mitmenschen. Zum Beispiel habe ich Geräusche viel schneller als Lärm wahrgenommen und mit  Hitze und Gerüchen kann ich auch nicht so gut umgehen. Irgendwann habe ich mal ein Buch zum Thema Hochsensibilität geschenkt bekommen und dann hat es klick gemacht! Ich habe mich so verstanden gefühlt wie noch nie in meinem Leben.

Pam ist hochsensibel

Welche Auswirkungen auf die Gesundheit können auftreten, wenn Hochsensible Reizen ausgesetzt werden?
Da kann ich nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Durch die für mich hohe Lärmbelästigung auf der Arbeit im Großraumbüro und auch Zuhause in einem Mehrparteienhaus, habe ich hohen Blutdruck bekommen, meine Gesundheit war aufgrund mehrerer Stresssymptome beeinträchtigt. Seitdem ich aufs Land gezogen und im Homeoffice selbständig bin, hat sich mein Blutdruck wieder gesenkt und mein Wohlbefinden gebessert. Auch wenn sich das für machche nicht dramatisch anhört, sollte man solche Reaktionen des Körpers ernst nehmen und darauf reagieren. Im Übrigen gilt: Lärm macht krank – alle! Die HSPs (Hochsensiblen Personen) merken es nur früher.

Welche Tipps hast du für Hochsensible?
Wenn man sich von etwas gestört fühlt, sollte man zuerst analysieren, woher der Störfaktor kommt und warum er mich jetzt grade stört. Manchmal ist es nicht nur das Geräusch, das so sehr stört, sondern vielmehr  bzw. zusätzlich die fehlende Rücksicht der Person, die dieses Geräusch verursacht und dann noch mit Unverständnis reagiert. Nichstdestotrotz muss man dann kommunizieren, was stört und gemeinsam Lösungen finden, wie man es besser machen kann. Oft sind es Kleinigkeiten, die vermeidbar sind.
Ich habe die Erfahrung gemacht, gerade HSPs müssen lernen, deutlich Grenzen zu setzen. Ich war bis zum vergangenen Jahr grundsätzlich zu freundlich zu den Menschen. Ich ging immer davon aus, wenn ich freundlich bin, wird es wertgeschätzt und auch mir begegnet man so. Denkste! Leider kennen viele Leute einen respektvollen Umgang nicht. Daher haben die meine Freundlichkeit als Schwäche gesehen und meine Bitte, gewissen vermeidbare Lärmfaktoren einzustellen, ignoriert. Das hat mir gezeigt, man muss bestimmt auftreten und konsequent sein. Die Leute dürfen nicht den Eindruck gewinnen „mit der kann man es ja machen.“ Seitdem ich für mich einstehe, läuft es immer besser.

Pam berät andere Hochsensible

Wenn es nicht mehr anders geht, dann muss man seine Lebensumstände so anpassen, dass man nicht mehr so leicht gestört werden kann. Ich habe den Job aufgegeben, habe die Großstadt verlassen und bin wieder selbständig. Jetzt geht es mir schon viel besser.

Was möchtest du mit deinem Blog erreichen?
Ich möchte anderen eine Hilfe sein, die sich mit den selben Problemen quälen. Ich werde demnächst noch weitere Services im Blog bieten. Vielleicht finden ja einige Leute durch meinen Blog heraus, dass sie ebenfalls hochsensibel sind und können sich dadurch besser verstehen und ihr Leben daran anpassen. Ich würde mich freuen, wenn hochsensible Menschen meinen Blog als Anlaufstelle sehen würden und wir durch einen ständigen Austausch voneinander lernen könnten, wie wir mit dieser Befindlichkeitsstörung umgehen sollten. Darüber hinaus möchte ich, dass Leser sich verstanden fühlen. Es geht mir ja auch so, dass ich mich so freue, wenn ich einen Artikel lese, der mir aus der Seele spricht.

Was wünscht du dir für die Zukunft?
Ich möchte gerne mehr Artikel in kürzeren Abständen veröffentlichen. Also eine gewisse Regelmäßigkeit für den Blog entwickeln. Und mein Blog soll auch Aushängeschild für meine Dienstleistungen werden (Content Services, Beratung, etc.).

hochsensibel

Vielen Dank für dieses interessante Interview!

bloggerstammtisch

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